Audienz des Forum Katholischer Erwachsenenbildung mit Referatsbischof Krautwaschl
Direktor Andreas G. Weiß als stellvertretender und zukünftiger Österreich-Vorsitzender in Graz
Salzburg/Graz – Als stellvertretender Vorsitzender des Forum Katholischer Erwachsenenbildung nahm Andreas G. Weiß, Direktor des Katholischen Bildungswerkes Salzburg, gemeinsam mit dem Führungsteam des bundesweiten Dachverbandes an einer Audienz bei Referatsbischof Wilhelm Krautwaschl in Graz teil. Vorsitzender Hubert Petrasch, Weiß, Finanzreferentin Martina Platter und Bundesgeschäftsführer Bernd Wachter präsentierten die aktuellen Arbeitsschwerpunkte, Zukunftsprojekte und gesellschaftlichen Anliegen der katholischen Erwachsenenbildung in Österreich.
Für das Katholische Bildungswerk Salzburg ist diese Begegnung besonders bedeutsam: Sie zeigt, wie eng die täglich praktizierte regionale Bildungsarbeit – getragen von hunderten Ehrenamtlichen in den örtlichen Bildungswerken, den Frauentreffs sowie den Eltern-Kind-Zentren – in die nationale Bildungs- und Qualitätslandschaft eingebettet ist. Weiß hob hervor, wie sehr gerade diese wohnortnahen Einrichtungen Bildung lebendig werden lassen: Sie stärken Menschen jeden Alters, fördern Begegnung und kulturelle Teilhabe und bilden vielerorts ein tragendes soziales Netz, das Familien, Frauen, Kindern und älteren Menschen gleichermaßen zugutekommt. Dabei sei gerade auch die Zusammenarbeit mit den diözesanen Bildungshäusern und -zentren eine wichtige Grundstütze für ein breites Bildungsangebot.
Seit seiner Gründung 1997 zählt das Forum Katholischer Erwachsenenbildung zu den größten Mitgliedseinrichtungen innerhalb der Konferenz der Erwachsenenbildungseinrichtungen Österreichs (KEBÖ). Der Fokus auf einem starken Miteinander von regionalen, vielfach ehrenamtlich geführten Bildungsinitiativen sowie überregionalen Bildungshäusern und Bildungszentren erweist sich als nachhaltiges Erfolgsmodell. Alle ordentlichen Mitgliedseinrichtungen sind sowohl mit einem eigenen Qualitätszertifikat als auch mit dem staatlichen Gütesiegel Ö-Cert ausgezeichnet und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zu einer offenen, solidarischen und demokratiestärkenden Erwachsenenbildung.
Auch kirchlich-theologisch erhält diese Arbeit starke Bestätigung: Die Gedanken, die Weiß bereits in seinem 2024 erschienenen Buch „Kirche braucht Bildung“ (Herder) formuliert hatte – insbesondere die Verbindung von christlichem Glauben, lebensnaher Bildung, gesellschaftlicher Verantwortung und spiritueller Reifung – finden sich nun in großer Deutlichkeit im jüngsten Schreiben von Papst Leo XIV., Neue Landkarten der Hoffnung, wieder. Der Papst unterstreicht darin die weltweite Bedeutung kirchlicher Bildungsarbeit als Grundbedingung glaubwürdigen kirchlichen Handelns und als unverzichtbaren Beitrag zu Entwicklung, Frieden und sozialer Resilienz.
Besonders zukunftsweisend ist der Blick auf die kommenden Jahre: Andreas G. Weiß ist bereits designierter Vorsitzender des Forum Katholischer Erwachsenenbildung. Im Juni 2026 wird Hubert Petrasch nach mehr als drei Jahrzehnten in der Katholischen Erwachsenenbildung Österreichs in den Ruhestand gehen und sich aus dem Vorsitz zurückziehen. Weiß wird die Leitung des Forums übernehmen, Martina Platter wird als neue stellvertretende Vorsitzende an seiner Seite wirken. Damit sind neben Bundesgeschäftsführer Wachter die organisatorischen und inhaltlichen Weichen für eine stabile, qualitätsorientierte und profilierte Weiterentwicklung des Forums gestellt.
Die Audienz bei Bischof Krautwaschl zeigte eindrucksvoll: Die katholische Erwachsenenbildung in Österreich – getragen von engagierten MitarbeiterInnen, regionalen Initiativen, Frauentreffs, Eltern-Kind-Zentren und qualitätszertifizierten Bildungseinrichtungen – ist gut aufgestellt für die Herausforderungen der Zukunft. Mit einem starken Leitungsteam, klaren Perspektiven und tiefer Verwurzelung in den Regionen gestaltet sie Bildung als Dienst am Leben, der Menschen stärkt, Hoffnung eröffnet und das gesellschaftliche Miteinander fördert.
A. W., November 2025








