
Freitag, 11. Juli 2025 | 09.00-10.00
Michael Schulte Markwort | Hamburg/Berlin (D)
WENN KINDER TEILHABEN
Kinder sind per se unmündig. Das korreliert mit der geläufigen erwachsenen Einstellung, dass Kinder unreif sind. Sie müssen sich erst zu einem reifen Erwachsenen entwickeln. Dazu brauchen sie viel und vor allem konsequente Erziehung und Erwachsene, die entscheiden, was für das Kind gut ist. Am sinnvollsten ist es, wenn kluge Erwachsene sich abstimmen und dem Kind jeweils zu gegebener Zeit mitteilen, wie es sich am besten zu verhalten hat. Dabei müssen Kinder immer Konsequenzen ihres Handelns erfahren, weil sie ansonsten Gefahr laufen, verwöhnte, lebensunfähige Menschen zu werden. Dieses gängige Paradigma wird in allen Bereichen gelebt, in denen Kinder vorkommen. So auch in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Müssen wir aber nicht Konzepte der Teilhabe entwickeln? Können Kinder an psychiatrischer/psychotherapeutischer Behandlung teilhaben? Sind Regeln und Absprachen nicht doch essentiell für Kinder?
Bild: Nina Gruetzmacher
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